Ausstellung: Why Borders?

Ausstellung mit Fotografien von Arash Hampay und Texten von Parwana Amiri, vom 10- 19. September 2021 im Newcomer Café.

Arash Hampay hat zwölf Monate in Moria gelebt und mit seiner Kamera die Geschichten der dort lebenden Menschen festgehalten. Er nutzt die Kamera um die Situation von Geflüchteten in Griechenland zu dokumentieren und auf die unmenschlichen Bedingungen vor Ort aufmerksam zu machen. Sein Blickwinkel ist der von einem Menschen, der selbst dort lebte und nicht als Freiwillige*r arbeitete.

Begleitet werden die Fotografien von Gedichten und Texten von Parwana Amiri. 2019 wurden ihre»Briefe an die Welt aus Moria« weltweit bekannt. Als Aktivistin setzt sie sich gegen die Diskriminierung von geflüchteten Menschen in Europa ein.

„Die Fotoausstellung »WHY BORDERS?« zeigt die direkten Auswirkungen der konstruierten Grenzen zwischen uns »refugees« und der lokalen Gesellschaft durch errichtete Lager »detention centres« und die Auswirkungen der erzwungenen Gesetzgebung auf das Leben der Bewohner. Diese Ausstellung gibt einen klaren Überblick über unsere Kämpfe um Sichtbarkeit und gegen Unsichtbarkeit und Unterdrückung. Wir stehen mit Widerstand dagegen und möchten ihn mit Ihrer Solidarität weiter teilen. Unsere Stimme, unsere Worte und unsere Existenz sind seit vielen Jahren vertreten, aber es ist an der Zeit, unsere Stimme zu erheben in Form von Fotos, Worten und Ausdrücken, die aus unserem Herzen kommen.” (A. Hampay)

Mit »WHY BORDERS?« entsteht über die Ausstellung hinaus eine neue Initiative. Mit ihr möchte Arash Hampay eine internationale Aktion ausrufen, die den Sinn von Grenzen in Frage stellt. Die Initiative ruft alle Menschen auf, daran teilzunehmen. Jede kleine Aktion zählt.#whyborders

Künstler*innen:

Arash Hampay, geboren in Tabriz (Iran), ist Fotograf und Menschenrechtsaktivist. Er floh aufgrund von familiärer politischer Verfolgung vor sieben Jahren in die Türkei. Auch dort erfuhr er weitere Verfolgung und floh weiter nach Griechenland. Nach einem Jahr in Moria und achtzehn Monaten auf Lesbos lebte Arash in Athen, wo er Obdachlosenhilfe betrieb und ein “Community Centre” eröffnete, in dem alle Menschen, vor allem Geflüchtete und wohnungslose Menschen, zusammenkommen, sich treffen und austauschen können. Nach vier Jahren Aufenthalt in Griechenland lebt er heute in Deutschland. In Hamburg hat er die Initiative »Ourhousesoup« gegründet, mit der er regelmäßig Essen an wohnungslose Menschen verteilt. • instagram: @arashhampay

Parwana Amiri, geboren in Herat (Afghanistan), ist Autorin und Aktivistin. Sie floh aufgrund politischer Verfolgung aus ihrer Heimat und gelangte 2019 über Pakistan, Iran und die Türkei nach Moria. Mit ihren »Letters to the World from Moria« (2019-2020) machte die damals 16-Jährige auf die Bedingungen in den Griechischen Camps aufmerksam. Heute kämpft sie gegen Diskriminierung von geflüchteten Menschen und für bessere Bedingungen an den europäischen Grenzen. Amiri lebt heute in Ritsona, einem Camp, nördlich von Athen. • instagram: @parwanaamiriofficial

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